Dieser Tage habe ich bei meinem Büroumzug entrümpelt. Dabei bin ich auf eine kleine Sammlung von Zeitungen aus meinem Geburtsjahr gestoßen. Ihr kennt das. Man unterbricht die Arbeit, setzt sich hin und fängt an zu lesen. In einer Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung von meinem Geburtstag, dem 8. November 1954 las ich folgenden Artikel unter der Überschrift “Elektronenlicht hat Zukunft”, den ich euch – hier im Auszug – nicht vorenthalten möchte: “… Eines der ersten Anwendungsgebiete des Elektronenlichts soll das Fernsehen werden. Die heutige Fernsehröhre wird wahrscheinlich einmal ganz abgeschafft, so Sarnoff Leiter der Radio Corporation of America (RCA) bei einem Vortrag. An Ihre Stelle wird ein dünner, flacher Schirm treten, etwa wie ein Bild an der Wand. Nur von einem Rahmen gehalten, kann man ihn dann auf den Tisch im Wohnzimmer stellen oder im ganzen Haus herumtragen. Das Bild selbst wird von einem Fernsehkasten aus gesteuert, der nicht größer als eine Zigarrenkiste ist. Der kleine Kasten enthält alle Einstellvorrichtungen: Abstimmung, Stärke, Helligkeit und den Stationenwähler, und mit einem weiteren Knopf kann man das Bild größer oder kleiner, in schwarz-weiß oder in farbig erscheinen lassen, je nach Stimmung und Laune.” Nach dem Büroumzug, dem “alte Zeitungen lesen” und 55 Jahre nach dem Artikel zu Hause eingetroffen habe ich die kleine Kiste nicht gefunden …
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